Das Produktionsgelände des Geschäftsbereichs Maschinenbau von STREICHER Pilsen umfasst nun fünf Produktionshallen und ein Zentrallager.
„Die Industrie befindet sich in einem ständigen Wandel. Die Entwicklung und Fertigung von Vakuumanlagen, auf die wir uns spezialisiert haben, profitiert von der dynamischen Entwicklung der Raumfahrt- und Halbleiterindustrie. Auch die Laserforschung, die Energietechnik und die Optik bieten große Chancen. Es handelt sich um Bereiche mit hoher Wertschöpfung, die höchste Qualitätsanforderungen stellen“, erklärt Jiří Lopata, Geschäftsführer und zugleich Leiter des Geschäftsbereichs Maschinenbau. „Unser Produktionsgelände ist derzeit vollständig ausgelastet. Deshalb wollen wir uns vor allem qualitativ weiterentwickeln, die Arbeitsorganisation verbessern und die Produktionseffizienz steigern, um unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem europäischen und internationalen Markt zu sichern“, ergänzt er.
Die beiden neuen Hallen wurden am Freitag, dem 16. Oktober, im Beisein von Libor Picka, Mitglied des Rates der Region Pilsen, Jan Polívka, Bürgermeister der Gemeinde Štěnovice, und Milan Edl, Prodekan der Fakultät für Maschinenbau der Westböhmischen Universität in Pilsen, feierlich in Betrieb genommen.
Dem Baubeginn im September 2024 ging eine zehnjährige Vorbereitungsphase voraus. Diese umfasste unter anderem die Entlassung des Grundstücks aus dem Bergbaugebiet, Geländeanpassungen, Änderungen des Flächennutzungsplans sowie die Einholung der erforderlichen Baugenehmigungen. „Unser Produktionsgelände befindet sich auf einem ehemaligen Bergbauareal. Deshalb mussten wir zunächst die Entlassung des Grundstücks aus dem Bergbaugebiet sowie die Genehmigung zur Beseitigung einer Abraumhalde und zur Geländeanpassung klären. Parallel dazu haben wir eine Änderung des Flächennutzungsplans angestoßen, die acht Jahre in Anspruch nahm. Anschließend war eine weitere Änderung erforderlich, deren Genehmigung nochmals zwei Jahre dauerte. Die Baugenehmigung für die Hallen erhielten wir im September 2024“, erläutert Jiří Lopata. „Uns war wichtig, dass die Änderungen des Flächennutzungsplans auch in öffentlichen Gemeinderatssitzungen beschlossen wurden. Deshalb danke ich der Gemeinde für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit“, fügt er hinzu.
Das Zentrallager mit einer Fläche von 2.000 m² dient zugleich als Logistikhalle und ermöglicht neben der sicheren Lagerung von Materialien auch deren Bereitstellung für die Produktion. Es ist mit einem Warehouse-Management-System (WMS) ausgestattet, das die Just-in-time-Bereitstellung unterstützt und so eine effizientere Planung und Koordination der Lager- und Produktionsprozesse ermöglicht. Der Bau des Lagers dauerte von September 2024 bis Ende 2025.
Die neue Produktionshalle 5 mit einer Fläche von 2.500 m² ist für die Fertigung von Vakuumkammern aus Edelstahl und Aluminium vorgesehen, insbesondere für deren abschließende Oberflächenbearbeitung. Sie ermöglicht die Handhabung von Bauteilen bis zu einer Höhe von zehn Metern. Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr 2025 und dauerten rund 15 Monate.
Im Zuge des Ausbaus des Standorts installierte STREICHER mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 360 kWp auf den Dächern der Produktionshallen 2 und 3. Die Anlage umfasst zudem einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 300 kWh.











